Warum die Donnerstagsdemos irgendwie anders sind
Seit Oktober gibt es die Donnerstagsdemo wieder. Anders als 2000 treibt sie nicht die Hoffnung auf einen baldigen Rücktritt der Regierung an. Stattdessen geht es um etwas anderes – darum, einen Ort zu schaffen, wo viele auf ihre Art mitmachen können. Demonstrieren soll kein heroischer Akt sein. Eine Abhandlung von Drehli Robnik. „Was ist eigentlich eine […]
Linzer Theaterintendant Schneider: „Die Kündigung war Lugers Initiative“
Die Besuchertribüne des Gemeinderatssaal war voll, so voll wie sie nur selten ist. Am 6. Dezember kündigte die Stadt Linz den Theatervertrag, also die Querfinanzierung des Landestheaters mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ. Das Theater steht jetzt vor der Ungewissheit. Schon im Vorfeld leistete die Belegschaft öffentlichen Widerstand: In der Presse, auf der Theaterbühne […]
Die Gefahren rechtsextremer Jugendarbeit am Land
Noch in den 1990ern gab es auch in Österreichs ländlicheren Regionen ein belebtes Netzwerk aus Jugendzentren und anderen sozialarbeiterischen und kulturellen Angeboten für junge Menschen. Heute scheinen viele dieser Strukturen geschrumpft, oder gar ausgestorben zu sein. Inspiriert von den deutschen und italienischen Vorbildern, wie III. Weg und Casa Pound, versuchen jetzt auch Österreichs Rechtsextreme, dieses […]
SIGNALE 18: Ein Festival für das gemeinsame Handeln
Am 19. Dezember findet in der Wiener Arena das SIGNALE 18 Festival statt. Neben Konzerten (u. A. von Gustav und Clara Luzia) wird es auch Workshops und Raum für Diskussionen geben. Mosaik-Redakteurin Sandra Stern hat mir Oliver Horvath und Ana Threat, die Teil des SIGNALE-Kollektivs sind, über das Festival, Proteste gegen die Bundesregierung und linke […]
Nestroy 2018: MeToo hat die Welt erschüttert, aber nicht Österreichs Theater
Der Nestroy-Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Theaterschaffende in Wien. Heuer versuchte die Gala, Sexismus und Diskriminierung zu thematisieren, scheiterte aber an sich selbst. Ein Kommentar von Bérénice Hebenstreit über Sexismus am Theater. Knapp ein Jahr nach der Regierungsangelobung verhält man sich auf dem österreichischen Theaterevent des Jahres, der Nestroy Gala, von Seiten der Veranstalter*innen […]
Belinda Kazeem-Kamiński: „Schlussstriche zu ziehen, ist für mich schrecklich“
Mosaik-Redakteurin Klaudia Rottenschlager traf die Künstlerin und Theoretikerin Belinda Kazeem-Kamiński im Rahmen der Verleihung des Cathrin Pichler Preises in Wien. Sie sprachen über Kontinuitäten der kolonialen Geschichte Österreichs. Mosaik: Deine ausgezeichnete Videoarbeit The Letter dreht sich um die Erinnerung einer Gruppe von Westafrikaner_innen – 70 Männer, Frauen und Kinder – die 1896 nach Wien gebracht […]
Schwarz-Blauer Angriff auf Frauenhäuser: Das bedeutet die Abschaffung der Notstandshilfe
Die geplante Abschaffung der Notstandshilfe trifft gewaltbetroffene Frauen besonders stark. Aus der Perspektive der Frauenhausarbeit ist sie eine besonders zynische Maßnahme. Die aktuelle Regierung meint es nicht gut mit Frauen. Das ist spätestens seit dem Abbau von Fördermitteln für zahlreiche Frauenorganisationen klar. Sie reihen sich ein in eine lange Liste an Kürzungen und Gesetzesnovellen in […]
Was wir vom Wunder von Mals lernen können
Die überwältigende Mehrheit der Malser Bevölkerung stimmte 2014 dafür, dass die Südtiroler Gemeinde pestizidfrei wird. Die Geschichte macht deutlich, was eine breite Mobilisierung alles in Bewegung bringen kann. Und wie konservative Kräfte alles daran setzen, sie zunichte zu machen. Das Crossroads-Festival zeigt am 5. November einen Film über das „Wunder von Mals“. Mals zählt kaum […]
Was das Crossroads Festival so besonders macht
Bereits zum siebenten Mal findet das Crossroads-Festival in Graz statt. Von 31. Oktober bis 11. November widmet sich die Veranstaltung wieder kritischen Dokumentationen. Nur zum Filmschauen ist das Crossroads aber nicht da. Natur, Demokratie, Flucht, Feminismus und Mensch-Tier-Beziehungen. Das sind jene fünf Themen, denen sich das Filmfestival Crossroads in Graz heuer widmet. Schwerpunkte, die schon […]
„Hallo?“ „Hallo“ – Ciao Chérie ruft ins Kino
Mit Ciao Chérie ist Nina Kusturica ein wunderbarer Spielfilm gelungen, der den Mikrokosmos eines kleinen Wiener Callshops einfängt. Der Film zeigt die vielen Beziehungen, die dort ermöglicht, erträumt, und verarbeitet werden, und erzählt sie mit schlauem Humor und Herz. Der Ort, an dem sich alles abspielt, ist ein Callshop im 16. Wiener Gemeindebezirk. Es ist […]