Ein Vortrag von Moritz Rinn in der Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 9. September 2026.
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Wohnen ist weit mehr als die Frage nach vier Wänden. Eine Wohnung ist der Ort, an dem Menschen ihren Alltag organisieren, Beziehungen pflegen, sich erholen, Kinder großziehen, arbeiten. Kurz: ihr Leben reproduzieren. Doch gerade in Städten und in Vierteln, die von Aufwertung und Verdrängung geprägt sind, wird Wohnen zunehmend zur anstrengenden, unsicheren und konflikthaften Arbeit.
Diese Arbeit am Wohnen beginnt bei der Suche nach einer Wohnung. Sie zeigt sich im Versuch, die Miete bezahlbar zu halten, Mängel zu beseitigen, sich gegen Kündigungen oder Verdrängung zu wehren – und darin, die eigene Nachbarschaft und das städtische Umfeld überhaupt bewohnbar zu machen.
In der heutigen Folge des mosaik Podcast spricht Politikwissenschaftler Moritz Rinn, der diese Prozesse aus Perspektive kritischer Gesellschaftsforschung von unten beleuchtet. Im Zentrum stehen die Erfahrungen von Mieter*innen: Welche Schwierigkeiten begegnen ihnen im Alltag? Welche Strategien entwickeln sie, um mit unsicheren Mietverhältnissen, steigenden Kosten und konflikthaften Nachbarschaften umzugehen? Und was erzählen diese Auseinandersetzungen über die Machtverhältnisse auf dem Wohnungsmarkt und in der Stadt? Im Rahmen der Jour Fixe Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat Moritz Rinn sein Buch „Arbeit am Wohnen. Zur schwierigen Aneignung eines städtischen Reproduktionsmittels“ vorgestellt.
Foto: Moritz Rinn