Raphael Deindl im Gespräch mit Madeleine Böhm, Yannick Kalff und Sebastian Sevignani über die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift PROKLA.
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Wer gestaltet eigentlich, wie wir mit Technik leben – und warum fühlen sich Fortschrittsversprechen so oft zugleich befreiend und ohnmächtig an? Technische Innovationen standen immer für Aufbruch, aber auch für neue Formen von Kontrolle. Das gilt heute umso mehr: Digitale, vernetzte Technologien – von Künstlicher Intelligenz bis „Big Data“ – greifen tief in unseren Alltag ein, prägen Arbeitsteilung, politische Machtverhältnisse, Teilhabechancen und Zukunftsbilder. Sie strukturieren nicht nur Produktion und Verteilung, sondern formen auch Konsum, Begehren und Lebensweisen. Zugleich wird heftig darüber gestritten, ob wir gerade eine neue Produktions- und Regulationsweise erleben, die oft vereinfachend als „digitaler Kapitalismus“ bezeichnet wird – und was das konkret für uns bedeutet.
Für die heutige Ausgabe des mosaik Podcast hat Raphael Deindl mit Madeleine Böhm, Yannick Kalff und Sebastian Sevignani gesprochen. Gemeinsam mit weiteren Kolleg*innen haben sie die PROKLA-Ausgabe „Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik“ herausgegeben. Im Zentrum des Hefts steht die Frage, welche gesellschaftlichen Folgen die neuen Technologien tatsächlich haben: Wo verschieben sich Macht- und Eigentumsverhältnisse? Welche Arbeit verschwindet, welche entsteht – und wer profitiert? Welche Formen der Regulierung setzen sich durch, und welche blinden Flecken bleiben?
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Foto: Raphael Deindl